Der Bauernhof in der Uckermark

Detlef Wunsch
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Das Schleswiger Kaltblutpferd

Zucht - Ausbildung - Arbeit - Verkauf

Das Schleswiger Kaltblutpferd geht in seiner Abstammung auf das Jütische Pferd in Dänemark zurück. Die Rasse der Jütländer wurde bereits zur Römerzeit er­wähnt, auch wurden Pferde dieser Rasse schon vor den Wikingern vor über 1000 Jahren verwendet.

 

Der Schleswiger wird als bodenständige Rasse der nordfriesischen Märchen mit ursprünglich voll- und warmblütigen Erbanteilen beschrieben.

 

Entscheidend für die Zucht der Jütländer in Dänemark, und damit auch für die sich hierauf aufbauende Schleswiger Kaltblutzucht, war um 1860 die Einfuhr des Hengstes "Oppenheim", dessen genaueHerkunft unge­klärt blieb - er soll ein Suffolk gewesen sein. Sein Enkel "Aldrup Munke-dal" wurde Stammvater der Jütischen und Schleswiger Kaltblutzucht. 1891 wurde der Verband Schleswiger Pferdezuchtvereine gegründet. Durch die Abtretung Nordschleswigs an Dänemark im Jahre 1912 gingen große Teile wertvolls­ter Zuchtbestände verloren. Wichtigste Absatzgebiete wie Mecklenburg, Brandenburg, Pommern, Sachsen und Thüringen schie­den durch die Absperrung der Sowjetzone als Abnehmer aus. Insbesondere die Landwirtschaftskammer von Brandenburg entsandte über eine längere Zeit jährlich eine Kommission, die Fohlen ankaufte.

 

In den Jahren nach dem II.Weltkrieg bis etwa 1950er lebte der Schleswiger dann wieder eine große Blütezeit. Damals wurden etwa 20.000 Zuchtstuten eingetragen. Zu Beginn der 70er Jahre sank der Bestand unter 100 Zuchtstuten. Die Rasse war vom Aussterben bedroht. Mit Hilfe einiger passionierter Züchter gelang es, die Schleswiger Kaltblutpferdezucht zu retten.Anerster Stelle sei hier der Name Jürgen Isenberg, Gut Kamp, erwähnt, der aufgrund seiner guten Kontakte und sei­ner großen Öffentlichkeitsarbeit eine Vermarktung von eingefahrenen, geschirrfrommen Kaltblutpferden aufrecht erhalten konnte. Verbindungen zu Brauereien in Berlin undHamburg, zurForstwirtschaft und zum Freizeitbereich eröffnen neue Märkte.Wirhaben hier in der Uckermark aufGutFalkenhain bei der bran­denburgischen Schleswigerzucht vollen Beistand und Unterstützung durch den „Verein Schleswiger Kaltblutpferdezüchter e.V." aus Schleswig-Holstein.

 

Wir wollen hier auf Falkenhain im Brandenburger Land dazu beitragen, diese Pferderasse vor dem Aussterben zu bewahren und haben 1995 einen brandenburgischen Zuchtverein für Schleswiger Kaltblutpferde gegründet. Das Schleswiger Pferd kann in der Forstwirtschaft als umweltschonende Alternative zu den Zugmaschinen, im Freizeitbereich zum einen als Reitpferd und zum ande­ren als geschirrfrommes Zugpferd vor Planwagen oder Kutschen und als werbewirksames Reklamegespann bei Brauereien, wie zum Beispiel bei der Hamburger „Holsten Brauerei" eingesetzt werden.

 

Das heutige Zuchtziel verlangt ein leistungsfähiges Kaltblutpferd mittleren Rahmens mit raumgreifenden Schritt- und Trabbewegungen. Das Stockmaß liegt bei 156-164 cm. Die Fuchsfarbe ist mit ca. 95% vorherrschend. In gerin­gem Umfang kommen Schimmel, Rappen und Braune vor.

 

Wir bieten auf Gut Falkenhain Besichtigungen, Reiten und Planwagenfahrten an.

 

 

Verkauf:

von Zuchttieren

von Fohlen, Ein- und Zweijährigen

von ausgebildeten Arbeitspferden

Planwagenfahrten:

pro Stunde / Erwachsene

pro Stunde / Kinder

8,00 Euro

4,00 Euro

  1. Stunde (Route nach Absprache) 120,00 Euro